Dieser Bericht untersucht die europäische Schiffbauindustrie vor dem Hintergrund eines möglichen Rückgangs der Nachfrage nach Schiffsneubauten. Die globale Finanzmarktkrise und die wirtschaftliche Rezession, sichtbar und spürbar geworden ab dem Herbst 2008, konnte in dieser Ende 2007/Anfang 2008 durchgeführten empirischen Studie keine Rolle spielen.
Der Schiffbau in Europa kann nur vor dem Hintergrund der Entwicklungslinien im Weltschiffbau adäquat eingeordnet werden. Der globale Wettbewerb im Weltschiffbau wird von der derzeitigen Wirtschaftskrise noch weiter verschärft. Im Moment treffen im weltweiten Schiffbaumarkt zwei Prozesse aufeinander und verbinden sich zu einer erheblichen negativen Dynamik:
Die weltweite Wirtschaftskrise konnte in dieser Studie noch keine Rolle spielen. Das Institut Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen führte schon im Jahre 2004 eine Totalerhebung des europäischen Schiffbaus durch. Im Jahre 2007 wurde das IAW gebeten, eine Wiederholung dieser Studie (Panel) durchzuführen, um Veränderungen zur Vorgängerstudie zu ermitteln. Die ersten Ergebnisse dieser Panelstudie wurden dann im April 2008 im Rahmen der Europäischen Schiffbauwoche der EU Kommission und den Akteuren der Schiffbauindustrie (Gewerkschaften und Verbände, Werften und Experten) in Brüssel vorgestellt. Die Otto Brenner Stiftung (OBS) macht die Ergebnisse der von ihr mitgeförderten Studie nun öffentlich.
Frankfurt/Main, im Juni 2009